Trojaner-Entwickler entdecken Facebook
Fast jeder deutsche Jugendliche ist bei einem Sozialen Netzwerk angemeldet. Die meisten jungen Erwachsenen bevorzugen die Online-Plattform Facebook. Doch auch Entwickler von Trojanern oder anderer Schadsoftware haben die beliebte Community bereits für ihre kriminellen Machenschaften entdeckt.
(14.11.2011) Traurig aber wahr: In nahezu jedem Fall trägt der Facebook-User selbst einen erheblichen Anteil zur Infizierung seines eigenen Computers bei. Meldungen wie "Wow, bist du das auf dem Foto?" oder "Sylvie van der Vaart nackt im Badezimmer gefilmt" verleiten eine Vielzahl von Menschen zum Anklicken der vermeintlichen Sensations-Meldung. Statt Informationen oder Videos aufzufinden, tappen die betroffenen Personen jedoch schnell in die raffiniert aufgestellte Falle der Betrüger. Nach dem Klick landet der User auf einer externen Homepage im Internet, die vorher von den Kriminellen mit Computerviren oder selbstinstallierenden Trojanern verseucht wurde. Zusätzlich zur eigenen Infizierung verbreitet sich der besagte Sensations-Link zu allem Überfluss noch unter eigenem Namen auf den Pinnwänden der Facebook-Freunde - das perfekte Schneeball-System.
Nicht jede ominös klingende Facebook-Seite stellt eine potenzielle Gefahr dar. Viele Ersteller sammeln auch einfach gerne hohe Klickzahlen durch leichtsinnige User. Dennoch: Einige Kriminelle nutzen eben jene Leichtgläubigkeit der Opfer aus, installieren auf diese Weise Trojaner oder Ausspähsoftware auf dem Computer der betroffenen Person, die u. a. geheime Passwörter auslesen kann. Wichtig: Wer Opfer einer solchen Attacke wurde, sollte seinen PC mit Hilfe von Anti Virus Programmen gründlich nach Schädlingen durchsuchen und zudem seine Freunde vor der verlockenden Klick-Falle warnen. Nicht zuletzt gilt auch bei Facebook die einfache Devise: Erst denken, dann klicken.
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