Stuxnet-Verwandter Duqu entdeckt
IT-Sicherheitsexperten ging bei Recherchen ein neuartiger Computervirus ins Netz, der auf den Namen Duqu hört und offenbar zum Ausspähen von Unternehmen entwickelt wurde. Bereits im vergangenen Jahr schlug der ähnlich programmierte Virus Stuxnet in über 155 Ländern zu. Laut Meinung der Experten handelt es sich bei Duqu um eine optimierte und weiterentwickelte Version dieses Schädlings.
(26.10.2011) Vielen Gerüchten zufolge wurde Stuxnet von westlichen Geheimdiensten programmiert. Ziel der Anwendung sei die Sabotage des iranischen Atomwaffenprogramms gewesen. Allerdings: Stuxnet ließe sich laut Meinung der Experten auch zum unbemerkten Diebstahl geheimer Daten anwenden. Aufgrund des nahezu identischen Aufbaus von Duqu äußerten Sicherheitsexperten die Vermutung, dass dieser von denselben Personen programmiert wurde wie Stuxnet, oder die Programmierer zumindest Zugriff auf die Original-Software des Computervirus hatten. Duqu verbreitet sich unterdessen rasant und befindet sich laut Sicherheitsexperten bereits auf diversen Unternehmens-Computern. Laut einer Meldung des IT-Sicherheitsunternehmens Symantec sammelt das Computervirus hierbei vertrauliche Daten von den befallenen Computern und sendet diese an seine Entwickler. Bei seiner Arbeit geht der ungewollte Eindringling offenbar äußerst gründlich vor. Sogar Tastatureingaben sollen laut Angabe der Experten von Symantec übermittelt worden sein. Betroffen sind nach aktuellen Angaben etwa sieben oder acht Unternehmen in Europa, die sich an der Entwicklung von Industrieanlagen-Software beteiligen.
Besonders perfide: Hat Duqu genügend wichtige Daten von einem infizierten Computer gesammelt, zerstört sich der Eindringling binnen 36 Tage selbst und hinterlässt so keinerlei Spuren für seine Anwesenheit auf dem System. Anders als herkömmliche Viren überträgt sich Duqu jedoch nicht selbstständig auf andere Computersysteme.
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