SMS-Abzocke statt Handyspiele
SMS-Trojaner finden über getarnte Gratis-Spiele Zugang auf Smartphones. Durch die Anpreisung von offensichtlich kostenloser Spielesoftware haben hinterlistige Abzocker eine Methode entwickelt, um klammheimlich SMS-Trojaner auf den Endgeräten der spielfreudigen Anwender zu installieren
(02.01.2012) Die Methode der Betrüger ist simpel und dennoch überaus effektiv: Unter dem Namen "Miriada Production" bieten die Abzocker ihre vermeintlich kostenlose Software auf unterschiedlichsten Downloadportalen zum Herunterladen an. Wer sich auf normalerweise kostenpflichtige Spielekracher wie "Assassin's Creed" oder "Angry Birds" freut, wird jedoch schnell eines Besseren belehrt: Statt der versprochenen Anwendung installiert sich heimlich, still und leise ein SMS-Trojaner auf dem Smartphone, der im Anschluss selbstständig SMS-Nachrichten an überteuerte Premium-Dienste versendet. Während Nutzer eines Prepaid-Handys den entstandenen Schaden relativ zügig bemerken dürften, kommt der Schock für Vertragskunden oftmals erst bei der nächsten Handyrechnung. Rund 2 Euro werden für den Versand einer Premium-SMS in Deutschland fällig. Je nach Aktivität des Trojaners können somit schnell horrende Beträge auf den nichts ahnenden Smartphone-Besitzer zukommen. Wirklich neu ist die Masche mit den unfreiwillig installierten SMS-Trojanern jedoch nicht. In jüngster Vergangenheit verbargen sich diese bereits hinter Horoskop-Apps, schicken Gratis-Wallpapern oder Zusatzanwendungen für namhafte Handyspiele.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Grundsätzlich sollten Verbraucher lediglich Downloads von offiziellen Online-Portalen, wie etwa dem hauseigenen App Store des auf dem Smartphone installierten Betriebssystems herunterladen. Vorsicht sollte stets bei Download-Angeboten auf unbekannten Seiten geboten sein. Allerdings: Für eine kurze Zeit war die Software der Betrüger auch im offiziellen Android Market des US-amerikanischen Unternehmens Google gelistet. Diese reagierten zwar schnell und löschten den betreffenden Account aus ihrem Angebot, über 14.000 Kunden haben sich die dort angebotenen Programme in dieser Zeit jedoch dennoch auf ihr Smartphone heruntergeladen. Sollten bei der Installation von Anwendungen merkwürdige Freigaben (etwa für die Einwilligung von SMS-Versand) auftauchen, sollte diese aus Sicherheitsgründen vorsorglich abgebrochen werden.
Quelle: http://computer.t-online.de/android-smartphones-sms-trojaner-tarnt-sich-...
Aktuelle Computerviren-News


