Rasante Zunahme neuer Computerviren
Aktuellen Berichten des Software-Entwicklers Symantec zufolge wurden in diesem Jahr etwa 340.000 neue und damit 100mal mehr Viren als im Vorjahr entdeckt. Künftig soll Schadsoftware vor allem in Musik- und Bilddateien implementiert werden, da diese am häufigsten über die sozialen Netzwerke weitergereicht werden.
(20.12.2010) Besonders polymorphe Computerviren, die nicht neu programmiert, sondern ausschließlich mit neuen Schadfunktionen ausgestattet werden, seien nach Ansichten der Sicherheitsexperten die Hauptursache für das rasante Wachstum. Zudem nehme auch die Anzahl gezielter Angriffe auf bestimmte Organisationen oder Rechenzentren zu. Fanden derartige Angriffe im Jahr 2005 lediglich einmal in der Woche statt, sind es inzwischen 60 pro Tag. Dafür machen sich die Cyberkriminellen zumeist Botnetze sowie die Entwicklung von Spezial-Viren wie Stuxnet zunutze. Zunehmende Gefahr sehen die Sicherheitsexperten auch in neuen Tarntechniken, die es ermöglichen, Schadcodes mit steganografischen Methoden in Musik- und Bilddateien zu verstecken. Sie infizieren den Rechner des Anwenders bereits beim Öffnen der entsprechenden Datei.
Da es vor allem Musik und Bilder sind, die über die sozialen Netzwerke verschickt werden, bieten Plattformen wie Facebook und Twitter den Internetkriminellen einen neuen, äußerst effizienten Schaffensbereich für die Verbreitung von Schadsoftware. Um wirklich sicher zu surfen, sollte daher nicht nur eine aktuelle Anti-Virus-Software mit integrierter Firewall sowie ein Browser mit Phishing-Schutz eingesetzt werden. Es empfiehlt sich ebenso, die Veröffentlichung privater Daten in sozialen Netzwerken mit äußerster Vorsicht zu genießen.
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