Pwnie-Award: Sonys zweifelhafte Ehrung

Sony hat den von der Hacker-Konferenz Black Hat vergebenen Pwnie-Award gewonnen. Der japanische Multitech-Konzern „siegte“ in der Kategorie „Most Epic Fail“. Ausschlaggebend waren die zahlreichen Sicherheitslücken im Playstation Netzwerk des Unternehmens, die durch den Angriff bisher unbekannter Hacker vor einigen Monaten sichtbar wurden. Die Täter erbeuteten die Daten von mehr als 75 Millionen Spielern.

(08.08.2011) Die Hacker, die sich in Las Vegas trafen, bedachten auch den Computervirus Stuxnet, der im vergangenen Jahr eine iranische Atomanlage für fast sechs Monate komplett stilllegte, mit einem Preis. Die Schadsoftware sei „fantastische Arbeit“ gewesen, lobten die anwesenden Hacker den Computervirus, als dessen Urheber bis heute die USA oder Israel gelten.

Die Anwesenden im Caesars Palace verstehen sich als Vorreiter für mehr Sicherheit im Internet. Sie wollten durch ihre Arbeit die Konzerne auf bestehende Probleme aufmerksam machen, erklären die Organisatoren von Black Hat. Selbst Regierungsbeamte und Firmenmanager gaben dort ihr Stelldichein. Konferenzgründer Jeff Moss ist vom Sinn von Black Hat überzeugt. Die Konferenz habe hellseherische Kräfte. Sie mahne bereits Dinge an, die in sechs bis zwölf Monaten ein allgegenwärtiges Thema sein würden. Sollte dem so sein, müssen sich insbesondere die Besitzer von Android-Smartphones sorgen. Diese seien extrem anfällig für Virenattacken, erklärten gleich mehrere Redner auf der Konferenz.

Aktuelle Computerviren-News