Osama bin Laden Computervirus
In den USA macht ein neuer Computervirus die Runde, der sich den Tod von Terroristenführer Osama bin Laden zunutze macht. Wie das FBI berichtet, erhalten die potenziellen Opfer eine E-Mail, die behauptet, durch einen Klick auf den beigefügten Link könne man Bilder oder ein Video der Leiche sehen. Wer die geforderte Aktion ausführt, downloadet auf diese Weise eine Schadsoftware, die Daten ausspäht – z. B. Kontodaten ausspäht.
(06.05.2011) Der Computervirus verbreitet sich demnach nicht nur über die Adressliste der E-Mail-Software, sondern nutzt auch etwaige Social Network Accounts, wie zum Beispiel bei Facebook. Das FBI weist deshalb gesondert daraufhin, dass die gefälschte Nachricht auch von Freunden oder Mitgliedern der Familie stammen kann.
Osama bin Laden wurde in der Nacht vom ersten auf den zweiten Mai durch eine militärische Kommandooperation der US-Streitkräfte getötet, die den Namen „Geronimo“ trug. Die Soldaten versenkten den Leichnam im Meer. Teile der Öffentlichkeit fordern seit diesem Tag die Freigabe der Videos oder Bilder des Toten. Die US-Regierung verweigert die Freigabe aus zwei Gründen: Zum einen seien die Fotos zu grausam, so Präsident Barack Obama, da der Al Kaida-Führer durch einen Kopfschuss getötet wurde, zum anderen könnten die entsprechenden Bilder ungewollt dazu führen, bin Laden zu einem Märtyrer zu machen.
Obama unterstrich deshalb in einem TV-Interview, man werde die Bilder keinesfalls veröffentlichen. Das Internet Crime Complaint Center (IC3, ein Teil des FBI) weist auch aus diesem Grund nochmals daraufhin, keinesfalls irgendeine Nachricht ernst zu nehmen, die Bilder des Toten verspricht.
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