Office-Drucker können PCs angreifen

Ein handelsüblicher Büro-Drucker, der unauffällig auf dem Schreibtisch steht, ab und zu surrt und bedrucktes Papier ausspuckt - wer hätte gedacht, dass ein solch harmloses Arbeitstier die Fähigkeit hat, einen Angriff auf den Büro-Computer auszuführen? Nach Angaben des IT-Sicherheitsunternehmens Symantec haben Cyberkriminelle begonnen, die verbesserten Möglichkeiten von Hightech-Druckern zu nutzen, um die an sie angeschlossenen Rechner anzugreifen.

(03.10.2011) Die Hacker tun dies, indem sie Drucker so manipulieren, dass sie E-Mails verschicken. Diese sehen unscheinbar aus und sind mit Betreffzeilen wie "Fwd: Scan von einem HP-Officejet" und einer Nachricht mit dem Inhalt "Angehängtes Dokument wurde eingescannt und an Sie geschickt per Hewlett-Packard HP Officejet" versehen, wie das Magazin "Computerworld" berichtet. Diese E-Mails enthalten jedoch eine ZIP-Datei. Wird diese geöffnet, infiziert sich das System des Empfängers automatisch mit einem Trojaner Virus, welcher es den Hackern ermöglicht, Dokumente und andere persönliche Informationen aus dem Computer des Opfers zu stehlen.

Die von den Druckern generierten Köder-E-Mails sehen aus wie offizielle Nachrichten und beinhalten oft auch den Nachnamen des Opfers. Diese Speer-Phishing-Attacken verwenden grundsätzlich eine solche Art der Personalisierung. Sie werden von Kriminellen eingesetzt, um die Netze der großen globalen Konzerne wie DuPont, Google und Morgan Stanley zu durchdringen.
 

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