Neues Computervirus auf Twitter

Berichten des Technikblogs TechCrunch zufolge wird die Microblogging-Plattform Twitter derzeit von einem neuen Virus bedroht. Anfänglich aufgetaucht ist der Schädling vor allem auf den mobilen Seiten des Kurznachrichtendienstes und verbreitet sich seither über in Tweets integrierte manipulierte Links, die als verkürzte „Goo.gl“-Adresse getarnt sind.

(10.12.2010)„h(t)tp://goo.gl/id0az“ sowie h(t)tp://googl/R7f68“ sind zwei der ersten auf den mobilen Twitter-Seiten aufgetauchten Links, die den Nutzer an Schadsoftware verbreitende Webseiten weiterleiten. Ausschließlich zum Zwecke des Versendens der Tweets, die die manipulierten Links beinhalten, werden zahlreiche neue Konten angelegt, heißt es in der Meldung von TechCrunch.

Die Mitglieder der Twitter-Community warnen sich derzeit gegenseitig davor, auf solche Kurz-URLs zu klicken, die vor allem bei mobilen Zugriffen auf den Kurznachrichtendienst vermehrt auftauchen. Twitter gab bekannt, über den Virus informiert zu sein und die Entwicklung seiner Verbreitung zu überwachen. Darüber hinaus habe die Microblogging-Plattform damit begonnen, die Passwörter infizierter Mitgliederkonten zurückzusetzen.

Die besondere Gefahr von Kurz-URLs für Internetanwender und zugleich der Grund für die Beliebtheit dieser Verbreitungsform von Schadsoftware ist, dass das eigentliche Ziel eines Links verschleiert bleibt und Cyberkriminelle die Anwender unbemerkt an Malware verbreitende Webseiten weiterleiten können. Daher bieten bereits einige der Kurz-URL-Dienste wie TinyURL ihren Nutzern eine Vorschau-Funktion an, mit der die Links vor dem Anklicken geprüft werden können. Diese Funktion ist ebenfalls als Browser-Erweiterung oder Bestandteil von Antivirenlösungen erhältlich.

Aktuelle Computerviren-News