Microsofts Virenbekämpfung aus München

Microsoft hat ein Antivirenlabor in München errichtet. Die Anlage ist an der Deutschland-Zentrale des Redmonder Konzerns im Stadtteil Unterschleißheim angegliedert. Das Labor soll die Tätigkeiten des Malware Protection Centers unterstützen. Die Zielsetzung lautet, die Reaktionszeiten bei Angriffen von Schadsoftware zu verkürzen

(31.07.2011) Das neue Labor ist bereits die zweite Einrichtung dieser Art, die von Microsoft in Europa betrieben wird. Die zweite Forschungsstätte ist im irischen Dublin heimisch. Beide Labors werden von der Bulgarin Katrin Totcheva geleitet, die sich beruflich bereits seit mehr als 20 Jahren mit Computerviren befasst. Vor ihrer Tätigkeit für Microsoft arbeitete sie für die bulgarische Akademie der Wissenschaften und war anschließend für zehn Jahre beim Anti-Virus-Hersteller F-Secure beschäftigt.

Die Arbeit in der neuen Münchner Anlage werde von mehreren Säulen gestützt, erklärt die Leiterin: So würden die Experten das Feedback der Anwender von Microsoft-Produkten auswerten, außerdem werde man Branchentrends und Bedrohungsszenarien analysieren, sowie automatisierte Techniken verwenden, um auf diese Weise die Funktionen von Schadsoftware besser verstehen zu können.

Für die Privatbenutzer soll die Tätigkeit der neuen Forschungseinrichtung einen konkreten Mehrwert bedeuten. Microsoft stellt seit geraumer Zeit die Antivirensoftware Security Essentials kostenfrei zur Verfügung. Das Schutzprogramm wolle man durch die Ergebnisse der Laborarbeit stetig weiter verbessern, verspricht der Konzern.

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