Mecklenburg-Vorpommern wappnet sich

In Mecklenburg-Vorpommern wappnen sich Behörden und Unternehmen gegen die zunehmende Bedrohung durch Computerviren mit verschärften Sicherheitsmaßnahmen. Das Innenministerium des Bundeslandes registriert beispielsweise täglich 1,2 Millionen eingehende Emails. Davon seien „über 98 Prozent mit Viren und Spam belastet“, so eine Sprecherin des Hauses. Mecklenburg-Vorpommern hat damit ähnliche Probleme wie das gesamte Bundesgebiet.

(29.04.2011) Statistisch gesehen wird alle zwei Sekunden ein Rechner von einer Schadsoftware angegriffen. Wöchentlich wird ein erfolgreicher Angriff auf eine Bundesbehörde registriert. Behörden und Unternehmen des ostdeutschen Bundeslandes rüsten sich mit besonderen Mitteln gegen die Gefahr aus dem Netz. Die Stralsunder Stadtwerke haben die Stromversorgung vollständig vom Internet gekappt. Es sei ein in sich geschlossenes System ohne Verbindung nach außen, versichern die SWS. Den Internetauftritt habe man einer externen Firma übertragen. Die Pommersche Volksbank beschränkt den Zugriff auf sensible Bereiche des Datennetzwerks auf nur zwei Mitarbeiter. Außerdem sei man per Standleitung mit einem großen Rechenzentrum der Volksbanken verbunden, das notfalls übernehmen könne. Dieses befinde sich in einem Bunker, lässt das Finanzinstitut wissen. Die Mitarbeiter dort müssten vor Dienstbeginn sogar die Kleidung wechseln.

Im gesamten Land kümmert sich die Firma DVZ um die Abwehr von Angriffen aus dem Internet. Um Mecklenburg-Vorpommern zu schützen, habe man ein tief gestaffeltes System von Firewalls und Virenscannern entwickelt. Man arbeite eng mit dem von der Bundesregierung geschaffenen nationalen Cyber-Abwehrzentrum zusammen, versichert das Unternehmen.

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