Kriminalamt: Warnung vor Computervirus
Das hessische Landeskriminalamt warnt in einer aktuellen Pressemitteilung vor einem besonders heimtückischen und aggressiven Computervirus, der alleine in Hessen bereits über 200-mal zugeschlagen hat. Gelangt der Virus auf die Festplatte eines Computers, legt er diese innerhalb weniger Sekunden lahm. Besonders perfide: Im Anschluss an die Attacke wird dem PC-Nutzer ein Warnbildschirm eingeblendet, der im Namen der deutschen Bundespolizei darüber informiert, dass eine ungesetzliche Tätigkeit enthüllt wurde. Nur durch die Bezahlung einer angezeigten Geldsumme, die in der Regel zwischen 100 und 500 Euro liegt, könne der Computer wieder vollständig freigeschaltet werden.
(09.10.2011) Der angebliche Vorwurf wird durch zusätzlich eingeblendete Informationen, wie der IP-Adresse und der Browserkennung des Anwenders, sowie dem Hinweis, dass auf dem betroffenen Computer illegale pornografische Inhalte entdeckt wurden, untermauert. Nach Erkenntnissen der Polizei erfolgt die Infizierung mit dem heimtückischen Computervirus vorwiegend auf Videoportalen oder Pornoseiten. Auch im Social Network Facebook wurden in jüngster Vergangenheit Verbreitungsversuche des Computervirus festgestellt. Dort versteckt er sich in den meisten Fällen hinter harmlosen Klick-Aufrufen a la "Hey, bist du das auf dem Foto?" versteckt.
Zur Vorbeugung einer Infizierung rät das Hessische Landeskriminalamt dringend dazu, nur mit einem aktuellen Virenschutzprogramm im Internet zu surfen und sich im Falle einer möglichen Infizierung dringend bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle zu melden, um dort Strafanzeige zu erstatten. Deutlich abzuraten ist von der Zahlung der geforderten Geldbeträge, auch wenn diese aufgrund von vermeintlich erpresserischen Maßnahmen zustande kommen. Die infizierten Computer bleiben auch nach der Begleichung der geforderten Geldsummen weiterhin gesperrt. Weitere Informationen über die Entfernung von schädlichen Computerprogrammen können betroffene User auf den Internetseiten www.botfrei.de und www.bsi-fuer-buerger.de erhalten.
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