Kim Jong Il als Trojaner
Der Tod vom nordkoreanischen Diktator Kim Jong Il schlägt nun auch im Internet hohe Wellen. Wie der Softwarehersteller für Anti Virus Software, Trend Micro, am Freitag vermeldete, sollten Nutzer künftig noch vorsichtiger im Umgang mit ihren E-Mails sein. Laut Trend Micro treiben aktuell von Cyber-Kriminellen verschickte E-Mails ihr Unwesen, die mit aktuellen Neuigkeiten über den Tod des nordkoreanischen Führers Kim Jong Il werben.
Der Betreff lautet dem Betreff „N Korean leader Kim Jong Il dies“. Wer sich auf die E-Mail eingelassen hat und die sich im Anhang befindliche PDF-Datei öffnet, bekommt vorerst lediglich ein Foto des Diktators zu sehen. Was der Nutzer dabei nicht ahnt, ist, dass sich im Hintergrund ein schädlicher Trojaner auf dem eigenen PC verbreitet. Über den Trojaner können die Versender des Schädlings dann gezielt Informationen vom Computer abrufen, die Internethistorie durchstöbern und sich Zugriff von außerhalb auf den Computer verschaffen.
Altbekannte Masche von Hackern
Die PDF-Datei mit dem Namen "brief_introduction_of_kim-jong-il.pdf.pdf" enthält einen bisher noch nicht gekannten Schädling, der laut Trend Micro das eigene Betriebssystem dauerhaft schädigen kann. Die E-Mail zur Todesnachricht von Kim Jong Il ist dabei lediglich ein Fortbestand in einer langen Reihe von schädlichen E-Mails, die versuchen, auf Nutzerfang zu gehen, indem mit aktuellen Nachrichten oder berühmten Personen geworben wird. Die Hacker versprechen sich dadurch Erfolg vor allem bei weniger PC-affinen Menschen, die derartige E-Mails gutmütig öffnen, in der Hoffnung weitere bisher unbekannte Informationen über die Person oder die Nachricht zu erhalten. So bringt die Szene seit Jahren E-Mails in Umlauf, welche in ihren Anhängen sogenannte Trojaner- oder Backdoorprogramme enthalten, von deren Infizierung der Nutzer zunächst nichts bemerkt.
Aktuelle Computerviren-News


