Gefälschter Strafzettel aus New York
Wer in diesen Tagen eine E-Mail erhält, in der er beschuldigt wird, er sei am 2. Juli im Großraum New York in einer 55 Meilen-Zone zu schnell gewesen und müsse daher ein Bußgeld bezahlen, der läuft Gefahr, sich einen Computervirus einzufangen. Die Nachricht fordert den Empfänger auf, den Anhang herunterzuladen, auszudrucken, auszufüllen und an die Behörden zu senden. Wer dies tatsächlich versucht, der öffnet damit der Schadsoftware die Tür zum eigenen Rechner.
(12.07.2011) Der Virus versendet sich mit Vorliebe an Adressen, die über einen Yahoo-Account funktionieren. So beobachteten die Experten, dass sich die gefährliche Mail an alle Adressen im Adressbuch eines befallenen Computers weiter versendet, die von der Suchmaschine betrieben werden, andere Accounts aber weitgehend sicher sind. Die entsprechende Email verwendet den Betreff „Uniform Traffic Ticket“. Die Absender-Adresse lautet no-replyzhuph(at)policeagency.com.
Die Mail, die in den USA und insbesondere im Großraum New York großen Ärger verursacht, ruft in Europa Irritationen und Erheiterung hervor. Die erste Mail mit dem gefährlichen Anhang tauchte am 5. Juli auf. Nur einen Tag später erreichte ein Kopie das englische Leicester und verbreitet sich seitdem auch über den europäischen Kontinent.
In Groß Britannien sind Vorfälle registriert, in denen Empfänger der elektronischen Post anfragen, ob sie die Strafe zahlen müssten, obwohl sie am 2. Juli nachweislich nicht in New York gewesen seien. Andere erklären voller Sorgen, sie würden ja versuchen, den Strafzettel herunterzuladen und auszufüllen, sie hätten es auch schon wiederholt probiert, aber es gelänge ihnen einfach nicht.
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