Gefälschte Umfrage lockt

In Australien ist ein neuer Computervirus aufgetreten, der die Rechner seiner Opfer gleich doppelt belastet. So lädt sich nicht nur die Schadsoftware herunter, sondern auch 45 Bilder, die sich in den Ordner „Meine Bilder“ ablegen. Die Bilder sind von expliziter sexueller Natur. Darunter befinden sich auch sexuelle Darstellungen mit Kindern.

(23.05.2011) Infiziert wird der eigene Computer nach Angaben der Behörden durch eine gefälschte Umfrage. Diese enthält einen Link im bit.ly-Format, der den Virus und die Bilder herunterlädt. Die gefälschte Umfrage verteilt sich auf vier Wegen. Sie verschafft sich Zugang zu den persönlichen Daten des Computerbesitzers und verschickt sich an alle Kontakte im E-Mail-Adressbesuch. Außerdem nutzt die Malware auch mögliche Konten bei Social Networks, wie zum Beispiel Facebook oder Twitter. Darüber hinaus versucht die Schadsoftware, nachdem sich der Computervirus einmal installiert hat, die Internetbrowser des Computers zu öffnen und sich auf diese Weise weiter zu verteilen.

Die australischen Behörden arbeiten mit Hochdruck daran, zumindest den „vergifteten“ Link aus der gefälschten Umfrage zu entfernen oder wenigstens unbrauchbar zu machen. Aufgrund der Bilder, die Darstellungen sexueller Natur mit Kindern enthalten, was auch in Australien ein schweres Verbrechen darstellt, versucht die australische Polizei außerdem verstärkt, die Schöpfer des Computervirus zu finden und zu verhaften. Die Erschaffer des Virus vermuten die Behörden im eigenen Land.

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