Forscher warnt vor Akkuvirus

Künftig könnten Computerviren die Akkus von Computern als Einfallstor nutzen. Vor dieser Gefahr warnt Sicherheitsforscher Charlie Miller von Accuvant. Dem Experten, der seine Ergebnisse Ende Juli auf einer IT-Sicherheitsheitskonferenz in Las Vegas detailliert vorstellte, war es in einem Versuch gelungen, den Steuerungschip von Akkus umzuprogrammieren. Auf diese Weise machte der Chip den Akku unbenutzbar. Auch eine Wiederherstellung der Hardware erwies sich als unmöglich. Einzig der Versuch, den Akku gezielt zum Explodieren zu bringen, sei gescheitert, berichtet Miller.

(01.08.2011) Doch die eigentliche Gefahr drohe nicht dem Akku selbst, führte der Forscher aus. Die Sicherheitslücke im Steuerungschip, die er genutzt habe, um das Gerät umzuprogrammieren, könne dazu verwendet werden, einen Computervirus aufzuspielen, der seine schädliche Auswirkung gezielt aus der Steuerungseinheit des Akkus auf den restlichen Computer entfalte. In diesem Fall, so Miller, helfe nicht einmal eine komplette Neuinstallation des Betriebssystems, da durch diese nicht der Steuerungschip des Akkus berührt werde. Der Computervirus könne sich folglich einfach immer wieder aufspielen.

Besonders von diesem Szenario bedroht sind demnach Nutzer von Apples Betriebssystem Mac OS X, das Miller als Ausgangspunkt für seine Experimente genommen hatte. Der Experte selbst will Abhilfe schaffen. Er werde zeitnah ein Hilfsprogramm veröffentlichen, dass die Manipulation des Steuerungschips erschwere, kündigte der Forscher an.

Aktuelle Computerviren-News