Carberp erpresst Facebook-Nutzer
Erpressung im sozialen Netzwerk: Der Schädling mit dem Namen "Carberp" ist schon lange bekannt - nun versuchen Kriminelle, mithilfe einer neuen Version ans große Geld zu kommen. Wer von dem Trojaner heimgesucht wurde, sollte sich auf keinen Fall auf eine Zahlung einlassen.
(25.01.2012) "Carberp" ist kein Unbekannter - immer wieder wird der Schädling in Umlauf gebracht, um Log-in-Daten für soziale Netzwerke oder E-Mail-Accounts in Erfahrung zu bringen. Die neueste Version des Trojaners baut auf ein anderes System und setzt Facebook-Nutzer unter Druck: Anfragen an den Server werden abgefangen, der Besucher auf eine Seite umgeleitet, auf welcher die vorübergehende Sperrung des Zugangs mitgeteilt wird. Da sich diese im typischen Facebook-Look präsentiert, ist diese Seite nicht unbedingt als Falle zu identifizieren. Merkwürdig erscheint hier wohl nur die Aufforderung, einen Betrag in Höhe von 20 Euro zu überweisen. Nur so aber lasse sich der Zugang wieder freischalten.
Wer sich auf die Forderung der Kriminellen einlässt, soll zunächst ein Formular ausfüllen. In dieses ist sowohl der Name, die E-Mail-Adresse als auch das Geburtsdatum einzutragen. Darüber hinaus ist auch die Angabe eines Gutschein-Codes für ein Bezahlsystem mit dem Namen Ukash erforderlich. Doch mit der Überweisung ist der Spuk noch nicht vorüber: Der Account scheint weiterhin gesperrt, über das Geld freut sich ein anderer.
Weiterhin besteht das Risiko, dass die im Rahmen dieser Aktion gewonnenen Daten für weitere Zwecke genutzt werden können, denn der Trojaner ist in der Lage, den infizierten PC in ein sogenanntes Botnetz einzubinden. Vor diesem Hintergrund sollten sich Facebook-Nutzer nicht auf die Erpressung einlassen. Derzeit lässt sich nur schwer voraussagen, auf welchem Wege ein weiterer Angriff stattfinden könnte. Es gilt daher, den Trojaner schnellstmöglich aufzuspüren und unschädlich zu machen. Wie Experten berichten, ist "Carberp" allerdings ein Meister der Tarnung und schützt sich gut vor einer Entdeckung. Virenprogramme sollten dennoch stets aktualisiert werden.
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