Computervirus wird 25

Als PCs Massenprodukte wurden, kamen auch die Computerviren auf. Die Schadprogramme in den Anfangstagen wurden noch über Disketten verbreitet, heute geschieht dies unter anderem über soziale Netzwerke, E-Mails und Smartphones. Während manche Viren harmlos sind und sich nur einen Spaß mit den Nutzern erlauben, richten andere bisweilen massiven Schaden an. Verändert haben sich an den Viren in den letzten 25 Jahren neben den Verbreitungswegen auch die Motive der Virenprogrammierer:

(21.03.2011) Früher ging es eher um die Anerkennung als Hacker, heute stehen meist Gewinn-Motive im Vordergrund. So befallen moderne Computerviren auch weniger Dateien, sondern stehlen verstärkt Kreditkartennummern oder E-Banking-Passwörter.

Als erster Virus wird oft „Brain“ angesehen, der sich 1986 über Disketten auf der ganzen Welt verbreitete. Damals ging es den Autoren noch um Anerkennung als Hacker, sie hinterließen sogar ihre Kontaktdaten im Quelltext. Sehr weit verbreitet hat sich 1990 auch ein Virus aus der Schweiz, der auch schon gefährlicher war. 1999 kam dann mit Happy99 der erste E-Mail-Virus. Dieser schrieb „Happy New Year 1999“ auf den Bildschirm und verschickte sich dann selbstständig an sämtliche im Adressbuch gespeicherten Kontakte. Der Virus wurde weit verbreitet, verursachte aber weiter keinen Schaden. Anders der erste E-Mail-Wurm „Love Letter“, der viele Computersysteme schädigte. Mittlerweile soll mit Viren meist wirtschaftlicher Gewinn erzielt werden. „Fixxer“ (2003) beispielsweise übernahm die Kontrolle über den PC und verschickte Spam-Mails. Ebenfalls 2003 kam der erste, aber noch recht harmlose Handy-Virus. 2004 verbreitete sich „MyDoom“ über die Tauschbörse Kazaa. Der bislang zerstörerischste Virus war „Stuxnet“ (2010). Er befiel iranische Atom-Laboratorien und war viel zu komplex, um von einem Hacker oder einer kleinen Gruppe zu stammen. Es wäre möglich, dass er von Geheimdiensten beispielsweise der USA oder Israel entwickelt und verbreitet wurde.

Aktuelle Computerviren-News