Computervirus legt Krankenhaus lahm

Der US-Nachrichtensender WSB-TV berichtet, dass Schadsoftware bzw. Computerviren ein Krankenhaus lahmgelegt haben. Patienten mussten für einige Tage auf andere Pflegeheime bzw. Altenheime verlegt werden. Extreme Notfälle wurden in die Notaufnahmestation des Städtischen Klinikum im US-Bundesstaat Georgia für klinische Eingriffe zugelassen.

(14.12.2011) Die bisher unbekannte Schadsoftware legte in nur kurzer Zeit das komplette Computernetzwerk des Gwinnett Medical Center in der Kleinstadt Lawrenceville lahm. Um Informationen und Daten innerhalb des Krankenhauses zu tauschen, musste das Hospital auf Laufboten und oder Zettel wechseln. Krankenhaussprecherin Beth Okun gab bekannt, dass die Pflege der Patienten nicht benachteiligt wurde. Ausgeschlossen von extremen Notfällen legte das Medical Center eine Aufnahme-Sperre für neue Patienten fest. Laut Untersuchungsbeschluss gingen im Computersystem gespeicherte Krankenakten anscheinend nicht verloren.

Es ist bislang noch unklar, wie das Computervirus in das Computernetzwerk gelang. Das Medical Center beauftragte eine IT-Firma, die den Grund des Vorfalls untersuchen soll. Obwohl noch keine Ergebnisse über die Schadsoftware vorliegen, erregte das Ereignis Besorgnis bei Chester Wisniewski, dem Sicherheitsexperten der Sicherheitsfirma Sophos. Laut Wisniewski setzen Krankenhäuser oft überholte Betriebssysteme wie Windows 95 ein. Neue Betriebssysteme werden in der Regel nicht von allen Medizingeräten unterstützt.

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