Computerviren auf Papier möglich
Seit Smartphones in der Lage sind, sogenannte QR-Codes zu scannen, können Viren auch in gedruckter Form übertragen werden.
(22.09.2011) Bei den QR-Codes (Quick Response-Codes) handelt es sich um eine Variante des bekannten Barcodes, dessen Streifenmuster auf nahezu jeder Produktverpackung zu sehen sind. Der sichtbare Unterschied besteht darin, dass QR-Codes kein Streifenmuster, sondern ein Muster aus schwarzen und weißen Quadraten nutzen. Auf diese Weise lassen sich binäre Informationen einfach codieren: Weiß = 1 und Schwarz = 0. Auf die damit verbundenen Gefahren weist Zeit-Online in einem aktuellen Artikel hin (http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-09/qr-code-hack ).
Verschiedene Angriffsmethoden denkbar
In dem Muster aus Quadraten unmittelbar eine Schadsoftware zu codieren ist denkbar, stellt aber sehr hohe Anforderungen an den Entwickler. Deutlich einfacher lassen sich mittels QR-Codes Phishing Angriffe realisieren. Oft enthält der Code lediglich einen Link. Beispiele für solche linkbasierten Anwendungen sind Apps, mittels derer ein Smartphone zu einem Produkt die Nährwertangaben in Form einer Lebensmittelampel anzeigt. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als ein automatischer Verbindungsaufbau zu einer entsprechenden Datenbank im Web, wobei der Link im gescannten Code enthalten ist. Selbstverständlich ist es auch denkbar, den User auf diese Weise auf eine schädliche Seite zu lenken. Besonders beunruhigend ist, dass diese Technik mittlerweile auch auf Werbeplakaten eingesetzt wird. Wenn eine entsprechende App auf dem Smartphone installiert ist, birgt einfaches Fotografieren mit dem Smartphone die latente Gefahr, Opfer eines solchen Angriffs zu werden.
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