Jailbreak öffnet den Viren die Tür
Durch das „Jailbreak“-genannte Verfahren steigt die Gefahr, dass die mobilen Endgeräte iPhone und iPad aus dem Hause Apple mit einem Computervirus infiziert werden. Zu diesem Ergebnis kamen IT-Spezialisten, nachdem sie analysierten, welche Sicherheitslücken im iOS-Betriebssystem der amerikanische Konzern noch immer nicht geschlossen hat. Denn eigentlich war Apple angehalten, seine Geräte für dieses Verfahren sicher zu machen, durch das es möglich wird, freie Software zu benutzen.
(11.07.2011) Vor etwa einem Jahr entschied die amerikanische Urheberrechtsbehörde, dass der Jailbreak rechtens ist. Bis dahin hat Apple verschiedene Sicherheitslücken, die im Zusammenhang mit dem „Knacken“ des iPhones oder iPads unter dem Hinweis nicht geschlossen, dieses Verfahren sei ohnehin illegal. Durch die Entscheidung der US-Behörde musste der Konzern seine Haltung ändern und hat tatsächlich verschiedene Stellen, durch die sich eine Bedrohung im Betriebssystem einnisten kann, versiegelt.
Offen ist aber beispielsweise noch die Sicherheitslücke im PDF-Viewer, die bereits seit vier Jahren bekannt ist und die für den Prozess des Jailbreaks verwendet wird. Verschiedene Hacker haben Programme geschrieben, die angeblich einen Jailbreak durchführen, aber in Wahrheit eine Schadsoftware aufspielen. Noch größer ist jedoch die Gefahr, nach dem „Knacken“ des iPhones oder Tablets eine Software aufzuspielen, die mit einem Virus belastet ist. So kursieren beispielsweise verschiedene Applikationen für ein vermeintliches mobiles Online-Banking, die nur nach dem Jailbreak aufgespielt werden können. Diese räumen, einmal mit den nötigen Daten ausgestattet, das Konto des Benutzers leer.
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