2011 Jahr der Sicherheitsverletzungen

Das Jahr 2011 neigt sich langsam, aber sich dem Ende entgegen. Für IBM, dem US-amerikanischen IT- und Beratungsunternehmen ist es längst zum "Jahr der Sicherheitsverletzungen" erkoren worden. Denn während Smartphones und vor allem Tablet-PCs immer öfter den heimischen Desktop-PC ablösen, steige auch die Zahl der Attacken auf die mobilen Endgeräte.

(06.10.2011) Tom Cross, Mitarbeiter im IBM-X-Force-Team sieht die Lage ernst: "Scheinbar ist es jetzt soweit, dass Schadsoftware ein echtes Thema für den Mobilfunkbereich wird." Laut einer Analyse von IBM verdoppele sich in 2011 sogar die Zahl der Bedrohungen für Geräte aus dem Mobile-Bereich im Vergleich zum Vorjahr. Das liege auch daran, dass sich immer mehr Mitarbeiter mit privaten Smartphones oder Tablets ins interne Firmennetz einloggen würden. IBM bemängelt in seiner Studie, Hersteller von Smartphones benötigen oft zu lange für ihre Updates, die potenzielle Sicherheitslücken schließen.

Das größte Problem stellen die sogenannten App-Märkte dar. Hierüber verbreite sich Schadsoftware von Drittanbietern besonders schnell auf die Mobiltelefone und Tablet-Rechnern. Für Programmierer solcher Malware sei der Handymarkt zudem besonders lukrativ, da Nutzer dort noch oft sehr fahrlässig umgehen und die Bedrohung nicht sehen. Persönliche und sensible Daten der Anwender gelangen so via Phishing leicht an die falschen Personen. Oder man lasse sich versteckte SMS-Services besonders kosten, sodass der Schreck bei der nächsten Mobilfunkrechnung für Handy-Nutzer groß ist.

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