Spyware
Der Begriff Spyware stammt aus dem englischen Sprachwortschatz und setzt sich zusammen aus dem Wort „spy“ = Spion oder spionieren und dem Wort „ware“ = eine Verkürzung des Wortes Software (für Programm). Die Bezeichnung Spyware beruht also auf der Funktion des Schadprogrammes. Es wird dazu verwendet Informationen ohne Einverständnis des Computernutzers an externe Personen weiterzuleiten.
Spyware wird auch zur Überwachung des Nutzerverhaltens im Internet genutzt. Dadurch gesammelten Daten werden analysiert und gespeichert. Der Betroffene wird so zum Ziel kommerzieller Werbeeinblendungen, die sich interessenspezifisch an den Nutzer richten. Die Funktionsweise der Spyware ist vielfältig. Spyware kann mehrere Funktionen gleichzeitig ausführen. Es handelt sich um auf hohem Niveau geschriebene Programme, die sich vor der Entfernung von einem System schützen können.
Am einfachsten ist die Spyware, die auf dem Rechner gespeichert wird und nach dem Start des Systems und der Verbindung mit dem Internet aktiv wird. Anschließend werden die gesammelten Informationen an den Absender, der Spyware übertragen. Es kann auch zur Veränderung der Einstellungen im Browser kommen. Eine andere Funktionsweise ist die Speicherung von Cookies die den Rechner beim Besuch einer bestimmten Website identifizieren kann. Durch dieses Verfahren werden die bereits vorhandenen Daten gekennzeichnet und bei wiederholtem Besuch neue Daten automatisch zugeordnet werden. Diese Programme sind sehr raffiniert, da die Antivirensoftware die Spionage nicht erkennt. Der Grund dafür ist der Datenaustausch, der immer durch Initiative des Nutzers stattfindet. Die gefährlichste Art von Spyware ist der sogenannte Keylogger. Dieses Programm kann alle Tastaturbefehle an das System kontrollieren oder die PC-Nutzung vollständig überwachen. Dieses Schadprogramm wird zunehmend durch Viren und Würmer verbreitet.
Durch den Befall eines Rechners mit Spyware können unterschiedliche Probleme im System ausgelöst werden oder auftreten. Es kann zur Beeinträchtigung der Surfgeschwindigkeit im Internet kommen, aber auch zum Verlangsamen des Systems selbst. Es können Veränderungen im Browser auftreten, durch die Werbebanner oder Seiten aufgerufen werden. Verschiedene Programme versuchen auf das Internet zuzugreifen oder löschen selbstständig Daten.
Die besten Maßnahmen gegen das Ausspionieren sind eine stets aktuelle Antivirensoftware, gegebenenfalls die Verwendung einer zusätzlichen Antispysoftware. Ebenso die Installierung und Aktivierung einer Firewall, um ungewollte Programmaktivitäten zu unterbinden. Aus dem Internet sollten nicht willkürlich Programme heruntergeladen werden, die zudem von unsicheren Seiten stammen. Eine zusätzliche Hilfe bietet der Browser selbst: Mit der Option Cookies nicht zu speichern, kann Spyware, die mittels Cookies speichert, keine Informationen sammeln.


