Computerwurm

Während im Volksmund die Begriffe Computervirus und Computerwurm oftmals synonym verwendet werden, bestehen zwischen beiden Computer-Schädlingen jedoch grundlegende Unterschiede. Während ein Virus Dateien infiziert und sich eher passiv über die Weitergabe jener verbreiten kann, verhält sich der Wurm in der Regel aktiv und versucht über Netzwerke oder E-Mails, andere Computer zu infizieren.

Ähnlich seinem biologischen Vorbild kann eine Wurminfektion Schädigungen verursachen, jedoch muss dies nicht zwingend die Folge sein. Da der Wurm allerdings Systemressourcen bindet, um sich weiterverbreiten zu können, kann allein hierdurch erheblicher wirtschaftlicher Schaden angerichtet werden, der um ein Vielfaches höher sein kann als der durch Viren verursachte. Oftmals besteht der Zweck der Computerwürmer ausschließlich darin, sich in Netzwerken auszubreiten, ohne dass Dateien oder Systeme angegriffen oder zerstört werden.

Schutz vor Wurmangriffen bieten neben üblichen Virenscannern, die oftmals erst reagieren, wenn der Computer längst infiziert ist, vor allem Firewalls, die verhindern können, dass der Wurm überhaupt auf den Computer gelangt. Die meisten Personal-Firewalls verfügen dabei über einen sog. Paketfilter, der die Netzwerkkommunikation ausfiltert und so vor Angriffen schützen kann.

Vor allem Anfang der 2000er Jahre zogen Wurmattacken größere Aufmerksamkeit auf sich, als der E-Mail-Wurm „I-love-you“ um die Welt ging. 2004 machte der Wurm „Sasser“ auf sich aufmerksam, da er sich in einer bis dahin nie gekannten Ausbreitungswelle über Privat-Anwender verbreitete. Der 18-jährige Sasser-Entwickler – ein Schüler aus Deutschland – wurde noch im selben Jahr verhaftet und schließlich zu einer Jugendstrafe verurteilt.