USB-Schnittstelle als Einfallstor
Jeder vierte im Jahr 2010 programmierte Wurm gelangt durch die USB-Schnittstelle auf den Computer. Zu diesem Ergebnis kam eine aktuelle Studie von Panda Security.
Viele Unternehmen versuchen sich durch separate Internetzugänge vor Zugriffen durch Schadsoftware zu schützen. Darauf haben sich auch die Nutznießer dieser Programme eingestellt. Unerkannt schleichen sich Schädlinge nun über schlechter gesicherte Computer und Netzwerke ein.
Jede Verbindung wird ausgenutzt um sich weiter zu verbreiten. Dazu gehören auch angeschlossene Mobiltelefone, externe Festplatten, USB-Sticks, MP3-Player, Digitalkameras und jedes andere Gerät, mit eingebautem Speicher. Vor allem Mitarbeiter von kleinen und mittelständischen Unternehmen gehen dabei sehr lapidar mit Fremdgeräten um.
Der Trick dabei ist relativ einfach. In der Regel startet Windows einen USB-Stick voll automatisch. Dabei bedient sich das System einer kleinen Datei, der Autorun.inf, die auf jedem Speichermedium eingebunden ist. Wird diese Datei manipuliert, werden nicht nur automatisch Dateien angezeigt, sondern auch die Schadsoftware aktiviert.
Jetzt kommt das Problem zu Tage. Computer ohne Internetanschluss, erhalten keine automatischen Updates des Virenprogrammes. Die Software hat also genügend Zeit, Daten zu sammeln und sich in der Softwareroutine festzusetzen. Somit können Daten später, entweder über USB aus dem Computer transportiert oder bei gelegentlichen Internetverbindungen versendet werden.


