World of Warcraft als Malware

Man mag über das Online-Rollenspiel "World of Warcraft" ja unterschiedlicher Meinung sein, aber als Malware wurde das Spiel bisher wohl noch nicht kategorisiert. Genau diese Meldung hat jetzt aber Symantecs Antivirus Programm Norton auf vielen Rechnern ausgespuckt und in der Folge gleich einen Teil des Programmcodes gelöscht.

Man mag über das Online-Rollenspiel "World of Warcraft" ja unterschiedlicher Meinung sein, aber als Malware wurde das Spiel bisher wohl noch nicht kategorisiert. Genau diese Meldung hat jetzt aber Symantecs Antivirus Programm Norton auf vielen Rechnern ausgespuckt und in der Folge gleich einen Teil des Programmcodes gelöscht. Symantec räumte inzwischen ein, dass diese Fehlfunktion auf menschliches Versagen zurück zu führen sei. Gemäß Product Manager Kevin Haley gäbe es jeden Monat 10-40 solcher falschen Virusmeldungen. Die davon betroffenen Dateien seien jedoch in der Regel nicht sehr verbreitet. Man nehme sich dieser Falschmeldungen auf monatlicher Basis an.

Aus aktuellem Anlass wurde im jüngsten Fall eine Pressekonferenz in der Firmenzentrale anberaumt. "Es gab leider eine falsche Positivmeldung bei World of Warcraft. Ein menschlicher Analyst traf die Entscheidung. Offenbar sah er sich die Daten zu isoliert an und machte einen Fehler", so Haley.

Symantec wurde in einem seiner Online Foren relativ zeitnah auf den Fehler aufmerksam gemacht, so dass man schnell ein Update anbieten konnte. Auf der Pressekonferenz betonte man zudem, dass man seiner Software zahlreiche Sicherheitsmechanismen spendiert habe, die das Löschen systemkritischer Dateien verhinderten. So könne das vermieden werden, was kürzlich dem Rivalen McAfee passiert sei. Dessen Sicherheitssoftware hatte den Systemprozess svchost.exe entfernt, woraufhin zahlreiche Computer sich nicht mehr starten ließen.