Hacker spioniert mit Webcam

Das eine Webcam immer ein gewisses Sicherheitsrisiko mit sich bringt, dass wollen Freunde von Chat-Rooms und Instant-Messenger in der Regel nicht wahrhaben. Das die Realität jedoch vollkommen anders aussieht, dass bewies nun ein Hacker aus dem Rheinland, der vermutlich Webcams von über mehr als 150 geschädigten jungen Mädchen dauerhaft kontrollierte.

(19.07.2010) Über den beliebten Instant-Messenger "ICQ" versendete der Täter Nachrichten, welche einen Link zu seinem Webcam-Trojaner enthielten. Wer einmal auf diesen Link klickte, der bekam umgehend den gefährlichen Trojaner auf seinen Computer geschleust. Zusätzlich zum persönlichen Befall, wurde an alle weiteren Benutzer der Kontaktliste die gleiche Nachricht geschickt, sodass sich der Webcam-Trojaner nahezu wie im Flug verbreiten konnte. Welche Webcams anschließend vom Täter kontrolliert und überwacht wurden, dass lag natürlich im Ermessen des Täters, wobei er sich vorzugsweise für junge Mädchen entschied.

Die Gefahr vor derartigen Hackern wird zunehmend größer, sodass Experten unbedingt dazu raten, wichtige und bereichsübergreifende Schutzmaßnahmen zu installieren. Um Schutz vor Viren, Trojanern und Hackern zu erlangen ist es zunächst wichtig, einen Virenscanner zu installieren. Dieser Virenscanner sollte über eine Funktion mit automatischen Updates verfügen, sodass er regelmäßig durch neue Virendefinitionen erweitert wird. Um den Schutz zu komplettieren ist die Konfiguration einer aktiven Firewall zu empfehlen, sodass ein- und ausgehende Daten des Computers stets im Hintergrund überprüft werden. Durch diese genannten Schutzmaßnahmen erhält jeder Computer ein ausreichendes Sicherheitsniveau, sodass der nächste Hacker sein Glück ruhig versuchen kann. Im Falle eines Webcam-Trojaners, sollte man darauf achten, in Messaging-Programmen keine Links unbekannter Personen zu öffnen.