Microsofts August-Rundumschlag
35 Sicherheitslücken in 15 Bulletins wurden am Redmonder August-Patchday geschlossen. Diese Bilanz bildet somit einen Rekord. Noch nie wurden so viele potentielle Schwachstellen auf einen Streich von Microsoft behoben.
(10.08.2010) Die als am kritischsten eingestuften Updates betreffen sämtliche Windows-Versionen auf sämtlichen Systemen. Außerdem das MS Office Paket für Windows und Mac, .NET und Silverlight. Die betroffenen Komponenten sind die Windows Shell, die MP3- und Cinepak-Codecs, ISS, MS Word, die XML Core Services, der Internet Explorer 7 und 8 und der Windows SMB-Netzwerkdienst. Durch die Schwachstellen war es Angreifern bislang möglich Schadsoftware einzuschleusen und somit die Kontrolle des Systems zu übernehmen.
Die zweithöchste Dringlichkeitseinstufung betrifft alle Windows-Kernel, diverse Treiber, den Movie Maker, den TCP/IP-Netzwerk-Stack, MS Excel und das Windows Tracing Feature. Durch die Programmierfehler konnten sich Angreifer erhöhte Zugriffsrechte erschleichen. Die Installation beider Updatestufen wird allen Anwendern dringend empfohlen.
Recht überraschend kam zudem die Bekanntgabe eines Advisories zu Schwachstellen in der Windows Service Isolation. Diese ist eine zusätzliche Sicherheitsbarriere, die nicht-privilegierten Prozessen Zugriff auf privilegierte Funktionen ermöglicht.


