Gefahr durch Lücke im USB-Protokoll

Forscher des "Royal Military College of Canada", kurz RMC, warnen vor einer neuen Gefahr bei Computerviren: Nicht mehr nur Software, Mail und Internetverkehr sorgen für Virenangst, jetzt kommt die Gefahr auch von USB-Geräten.

Die Forscher haben in verschiedenen Tests gezeigt, wie einfach USB-Geräte wie Tastaturen oder Webcams unbemerkt Zugriff auf das System erlangen können. Ein Szenario: Eine manipulierte, per USB angeschlossene Tastatur, speichert Daten von der Computer-Festplatte. Zwar war es nur ein Versuchsaufbau, doch ist es nicht unmöglich, manipulierte Hardware an den Mann und damit an das Objekt der Begierde, einen Computer mit vielen verlockenden Daten, zu bringen.

Begünstigt durch eine Sicherheitslücke im USB-Protokoll erlangen angeschlossene USB-Geräte generell Vertrauen. Dieser Umstand könnte von Kriminellen in Zukunft recht einfach ausgenutzt werden kann.

Die Forscher des RMC zeigten, dass eigentlich jedes USB-Device einen Hardware-Trojaner enthalten kann, ohne dass der Nutzer dies bemerkt. Das Perfide: Virenscanner checken nahezu ausschließlich nur USB-Sticks, vertrauen aber anderen USB-Geräten, ohne eine Überprüfung zu beginnen. Das von USB-Sticks Gefahr ausgehen kann, scheint offensichtlicher. Softwarehersteller von Virenscannern sollten schnell.