BSI warnt vor neuem Trojaner

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einem gefährlichen Trojaner. Die Schadsoftware ist bereits seit mehreren Jahren bekannt und aktiv, aktuell zielt der Angriff besonders auf TAN-Nummern im Online-Banking und Kreditkartendaten.

(02.08.2010) Die Infizierung des Computers erfolgt dann, wenn eine mit dem entsprechenden Schadcode geimpfte Website besucht wurde. Sobald der Nutzer eines infizierten PCs die Startseite seiner Bank oder seines Kreditkarteninstituts im Internet öffnet, erscheint zwar die richtige Homepage, die angezeigten Inhalte sind jedoch manipuliert. Mit Hinweis auf neue Sicherheitsvorschriften und mehr Kundenfreundlichkeit wird der Nutzer überredet, seine Daten zu verraten. Falls der geforderte Datenabgleich nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums erfolgt, soll die Karte gesperrt werden.

Kreditkarteninhaber sollen die Kreditkartennummer, Name und Geburtsdatum, Gültigkeitsdatum sowie die Prüfnummer auf der Kartenrückseite eingeben. Manipulierte Online-Banking-Seiten verlangen beispielsweise die Eingabe von 20 TANs.

Das Bundeskriminalamt und das BSI warnen daher eindringlich zur Vorsicht. Nutzer sollten niemals persönliche Daten oder Geheimnummern preisgeben und sich im Zweifelsfall an ihre Bank oder das Kreditkarteninstitut wenden. Um die Infizierung mit Schadsoftware bereits im Vorfeld zu vermeiden, raten die Sicherheitsexperten zum Gebrauch von Antiviren-Software und Firewalls sowie zu umsichtigem Umgang mit Links und Dateianhängen in E-Mails.