BDK: Notschalter für das Internet
Tagtäglich kommen neue Viren in das Internet und nahezu stündlich versuchen Hacker aus aller Welt sich unerlaubten Zugriff zu privaten und unternehmerischen Daten und Dateien zu verschaffen. Der BDK möchte diesen zahlreichen Bedrohungen nun einen Riegel vorschieben und fordert einen "Notschalter" für das Internet.
(17.07.2010) Laut einem Bericht des Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) ist das Internet der mit Abstand "größte Tatort" der Welt. Die Gefahr, welche von digitalen Bedrohungen wie Viren, Dialern und Trojanern ausgeht, ist laut dem BDK massiv und ohne Übertreibung, „mit einem atomaren Angriff zu vergleichen“.
Mit einem Reset-Knopf für das Internet soll das Internet kurzzeitig abgeschaltet werden können, damit die Beamten des BDK auf die sich anbahnenden Bedrohungen zugreifen können. Im Ernstfall lassen sich laut BDK-Chef Klaus Jansen laufende Attacken nur so schnell stoppen und bereinigen. Die Rechte und Befugnisse des BDK müssten unbedingt im Rahmen neuer Gesetzesrichtlinien erweitert werden.
Insgesamt legte der BDK der Bundesregierung ein "15-Punkte-Sofortprogramm" vor, welches neben dem erwähnten "Notschalter" auch Forderungen nach weiteren Sicherheitsmaßnahmen enthält. Der BDK möchte u.a. das Recht erhalten, Trojaner, Computerviren und Dialer zukünftig von privaten Computern entfernen zu dürfen und sich zusätzlich, im Rahmen von offenen und verdeckten Ermittlungen, Zugriff auf sämtliche sozialen Netzwerken verschaffen. Ob die Forderungen des BDK jedoch erfüllt werden, dass bleibt im Rahmen der geltenden Datenschutzrichtlinien sehr fraglich. Allerdings verfüge auch US-Präsident Obama bis dato über derartige Kompetenzen, sodass die Bundesregierung laut BDK-Chef Jansen zeitnah nachziehen sollte.


